Besprudelungsgerät

4.3.2008 von maria

Als ich heute meinen BGH-Pressemitteilungsnewsfeed las, sprang mit folgende Entscheidung ins Auge: Bundesgerichtshof bestätigt Vorwurf des Marktmachtmissbrauchs gegenüber Hersteller von Besprudelungsgeräten. Besprudelungsgeräte? Ist das die offizielle Bezeichnung des Herstellers, oder hat sich der BGH den Begriff ausgedacht? Die Suche des Wortes in Google ergibt nur juristische Websites, die sich mit dem Urteil beschäftigen. Besprudelungsgerät entspringt also dem kreativen Kopf eines Richters, oder Referendars: „Sagen sie mal Herr Müller, sie sind doch ein moderner junger Mann. Wie heißen denn diese Dinger, die den Sprudel ins Wasser rein machen?“ „Mmh, keine Ahnung. Besprudelungsgeräte?“ „Hervorragend! Schreiben wir das“

glas

Foto: gugacurado

Apropos: wie nennt man eigentlich die Stäbe, mit denen auf dem Warenband die eigene Ware von der der vor- und nachfolgenden Kunden abgetrennt wird? Warentrenner? Kundentrenner? Territorialitätsabgrenzungsstab?

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Ted Talk mit Zimbardo

2.3.2008 von maria

Seit Mitte dieser Woche hat in Monterey, Californien eine Ted Conference stattgefunden und es werden demnächst wieder spannende Vorträge verschiedenster Persönlichkeiten auf ted.com veröffentlicht werden. Unter anderem hat Philip Zimbardo, der im Jahr 1971 das berühmt-berüchtigte Stanford Prison Experiment durchführte, einen Vortrag auf seinem Spezialgebiet gehalten: wie kann das Umfeld normale Menschen dazu bringen, grausame Dinge zu vollbringen. Die Beobachtungen, die Zimbardo beim Prison Experiment herauskristallisierte, wendet er auf heutige Fälle, insbesondere die Vorkomnisse in Abu Ghraib an. Sobald das Video online verfügbar ist, werde ich es an dieser Stelle einbinden.

näheres…

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It’s Trüffeltime

27.2.2008 von maria

Es ist Wintertrüffelzeit und ich hatte gestern Abend das Glück, ein Gericht mit hervorragendem Perigord-Trüffel zu genießen. Anlässlich Olivers Geburtstag, haben wir uns ein etwas teureres, aber ausgesprochen gutes Restaurant für das Abendessen ausgesucht: das Ristorante Al Contadino Sotto Le Stelle (ein Name, der mich irgendwie an einen Eros-Ramazotti-Hit erinnert) in der Auguststraße in Berlin Mitte. Es ist ein kleines Restaurant mit liebevoller italienischer Einrichtung, kleinen Tischen für zwei oder vier Personen und äußerst gemütlicher Atmosphäre. Das Publikum besteht zur Hälfte aus Anzugträgern, zur anderen Hälfte aus Pulloverträgern. Die Reservierung eines Tisches emfpiehlt sich selbst an einem Montag Abend. Die Karte wechselt monatlich. Die Weinkarte ist so umfangreich, dass man sich einen ganzen Abend mit deren Studium vertreiben könnte. Als Vorspeise empfahl uns der Ober Caponata di melanze für 11,50 €, geschmorte Auberginen mit sehr tomatiger Tomatensauße und mich an Weihnachten erinnernden angebratenen Mandeln und Pinienkernen. Es war ein wunderbares Zusammenspiel von weich und knusprig und fruchtig und weihnachtlich. Als Hauptgericht habe ich gegrilltes Entrecote mit Sauce von frischem Trüffel und in Öl geschwenkten Kartoffeln, mit 26,50 € das teuerste Gericht der Karte, bestellt. Das Entrecote war ein Gedicht: außen zartbraun, innen zartrosa und mit nicht einmal einem Anflug von Zähigkeit, zerschmolz es mit den feinen Trüffelscheibchen auf der Zunge. Auch Olivers Taglierini mit weißen Bohnen aus Sarconi und Scampi für 16 € waren hervorragend. Ein Dessert passte leider nicht mehr in unseren Magen. So gab es zum Abschluss nur noch einen Cappucino. Der Kellner half uns in die Mäntel und mit einem grazie, ciao und einem wohligen Gefühl im Magen ging es nach Hause.

perigord trüffel

Foto: moi-même

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Wegrationalisiert

25.2.2008 von maria

Stage 6, das online Videoportal von DivX wird am 28.02. geschlossen.  Anscheinend sind DivX die durch die steigende Beliebtheit von Stage 6 erheblich gestiegenen Kosten zu hoch geworden. Schade, schade.

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Muttifrisuren

21.2.2008 von maria

Ist es schon Mißbrauch der elterlichen Fürsorgepflicht, wenn man sein Kind mit einer Muttifrisur herumlaufen lässt? Muttifrisur heißt: selbstgeschnitten von einem Elternteil ohne Friseurausbildung oder Talent zum Haareschneiden, was entweder in einem Topfschnitt, schiefen Pony oder einer sehr -sagen wir mal- individuellen Gesamtfrisur endet. Im Schuleintrittsalter schauen die Mitschüler ja nicht so genau hin. Aber je älter das arme Kind wird, desto mehr Relevanz hat das äußere Erscheinungsbild. Ein Mädchenschwarm wird es so nicht. Und auch bei den Jungs fällt es auf dem Coolnessbarometer in Richtung Keller. Hat mal jemand untersucht, ob es einen Zusammenhang zwischen Schulmassakern und jahrelangem Tragen von Muttifrisuren gibt?

Puppe

Foto: Splenetic

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Jeklaut

18.2.2008 von maria

Da denkt man, man lebt in einer entspannten, gesitteten Bildungsbürgergegend und dann sowas: ich bin heute Zeuge eines Diebstahls geworden. Während der Postbote im Haus die Briefe verteilte, nahm sich der Dieb eine Tasche vom vor der Tür verbliebenen Postwagen, versteckte sie unter seiner Jacke und rannte -sich nach allen Seiten umblickend- davon. Noch auffälliger geht es nicht. Das war wohl kein Profi. Wie sich herausstellte, waren in der Tasche nur die Schlüssel zu allen Häusern auf der Route des Briefträgers. Sitzt der Dieb jetzt irgendwo rum und ärgert sich, dass nichts wertvolles in der Tasche war oder war es Absicht, dass er gerade die Schlüssel mitgenommen hat, um zukünftig in den betroffenen Häusern weitere Straftaten zu begehen? Ich frage mich auch, wie oft es hier in Berlin vorkommt, dass während der Einwurfroute das eine oder andere Briefpäckchen vom Postwagen verschwindet.

Postkarre

Foto: KJM

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Haarspinnen

16.2.2008 von maria

Wenn ich morgens müde und verschlafen ins Bad tapse, zucke ich hin und wieder vor Schreck zusammen, weil ich wieder eine auf dem Fußboden liegende Haarspinne für eine lebendige Spinne gehalten habe. Haarspinnen sind ausgefallene lange Haare, die sich auf dem Badezimmerfußboden, auf Pullovern oder in der Waschmaschine zu spinnenartigen Häufchen zusammengezauselt haben. In der Mitte sind sie verknotet und nach allen Seiten stehen die einzelnen Haare heraus. Sofern man nicht hellblond ist, sehen sie bei flüchtiger Betrachtung echten Spinnen sehr ähnlich. Ihr Vorteil gegenüber jenen ist, dass sie nicht in der Lage sind, wegzukrabbeln und man sich mit der Staubsaugerexekution Zeit lassen kann. Doch der erste Schreckmoment begleitet mich schon seit Kindertagen.

haare

Foto: Vincitrice

Hervorragendes Haarspinnenmaterial.

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25 Minuten TV-Konsum

14.2.2008 von maria

Am Montag habe ich für 25 Minuten meine Fernsehabstinenz unterbrochen, um mir eine Folge Bruce anzuschauen. Doch was soll ich sagen, diese kurze Zeit hat meinen Bedarf an Fernsehkonsum für die nächsten Monate wieder gedeckt. Es hätte so schön werden können. Denn an Unterhaltungspotential fehlt es Bruce ja nicht. Aber diese Sendung war zu oberflächlich, unglaubwürdig und albern, um erfolgreich zu sein. Die zu verschönernde Kandidatin, die sagte, sie fühle sich unglaublich hässlich, sah aus, wie frisch aus dem Casting für Germanys Next Topmodel entsprungen. Ihre Probleme wurden quasi im Handumdrehen und mit einem Fingerschnippen von Bruce gelöst. Und am Ende stand sie noch erblondeter, mit Trendfrisur, die man nicht nach dem nächsten Haarewaschen sehen möchte und Tränen in den Augen vor dem Spiegel und war beeindruckt von sich und der Welt.

In der kurzen Sendezeit kann man einfach nicht alles vereinen, was dort vereint werden soll. Also entscheide dich Bruce: entweder du machst eine Styling-Sendung, oder eine Psycho- und Lebensratgebersendung. Oder eine Sendung über die verschiedenen Arten des Weinens: aus Trauer, aus Glück, aus Rührung… Oder du läufst einfach die ganze Zeit irgendwo rum und kommentierst alles mit deinen lustigen Sprüchen. Das würde mir persönlich am Besten gefallen. Und spart auch die Suche nach glaubwürdigen Kandidaten.

Fernseher

Foto: sonnyleon 

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Regeln des Anstoßens

12.2.2008 von oliver

Gemäß unserer Tradition strenger Regeln gibt es in Deutschland zwei wichtige Grundsätze beim Anstoßen vor dem Trinken:

  • Jeder muss mit jedem einmal anstoßen.
  • Während die Gläser sich berühren, müssen die beiden Anstoßenden sich um jeden Preis in die Augen schauen.

Der erste Punkt stellt klar, dass alle am Tisch gleich wichtig sind. Die Anzahl der Glasberührungen beträgt bei n Gästen genau n*(n-1)/2 und liegt somit in der Größenordnung n². Das bedeutet, dass bei 10 Gästen genau 45 „Kling“ Geräusche zu hören sind. Das kann dauern. Insbesondere wenn der Tisch etwas länglich ist und sich einige Gäste stark in Richtung des Anstoßpartners beugen müssen. Ausnahmen für diese Regel gibt es höchstens bei Geburtstagen. Das Geburtstagskind kann mit jedem einmal anstoßen, ohne dass diese das untereinander tun. Bei 10 Gästen sind das dann auch lediglich 10 „Kling“ Geräusche.

Wichtiger als Regel Nummer eins ist jedoch Regel Nummer zwei. Man schaut sich in die Augen! Keine Ausnahmen! Ich war bereits Zeuge, wie unwissende Ausländer scharf zurechtgewiesen wurden und erlebt habe ich das nur in Deutschland. Mit diesem Punkt wird das Anstoßen jedoch zur Kunst: Denn hat man das dünne Weinglas nicht mehr im Auge, muss man behutsam vorgehen. Ist man zu schnell, könnte es zerbrechen. So kommt es, dass sich die Gläser der Anstoßpartner meist sehr langsam nähern, so dass sie sich manchmal erst nach ein paar Sekunden berühren. Das anfangs noch freundliche Lächeln weicht schnell einem gequälten Lächeln, ausgelöst durch die Konzentration auf die Bewegung des Glases mit der richtigen Geschwindigkeit in die richtige Richtung. Aufgrund Regel Nummer eins handelt es sich bei den Anstoßpartnern häufig auch um Fremde, was die Situation nicht besser macht. Erst das „Kling“ Geräusch bedeutet Erlösung.

Ich persönlich finde das amüsant. Bei 10 Gästen ist 45 Mal ein gequältes Lächeln zu sehen. Da bin ich schon enttäuscht, wenn einer einfach nur „Prost“ in die Runde ruft und trinkt.

Prost
Foto: Slake B

ps. Marias Onkel sagt beim Anschauen während des Anstoßens immer „Pupille!“

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Riechkolben

8.2.2008 von maria

Besonders große oder unförmige Nasen sind dafür prädestiniert, scherzhaft als Riechkolben bezeichnet zu werden. Auch Träger von Gesichtserkern oder Zinken sind nicht mit einem feinen kleinen Näschen gesegnet.

Rein vom Wortlaut stelle ich mir die Nasen folgendermaßen vor:

zinken

Zinken sind längliche, dünne Spitzen. Die Nase müsste also so aussehen. Lies den Rest dieses Eintrags »

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Anders gedacht

5.2.2008 von maria

Ich habe in den Weihnachtsferien den vor wenigen Jahren verstorbenen ägyptischen Schriftsteller Nagib Mahfuz für mich entdeckt. Zufällig habe ich ein wenig in seinem -wie ich hinterher erfahren habe- umstrittensten Werk „Die Kinder unseres Viertels“ gelesen, das sich mit der Geschichte der Menschheit und den Weltreligionen beschäftigt. Die bildreiche, märchenhafte und interessante Erzählweise haben mich dazu veranlasst, noch in einen weiteren Roman von ihm, „Das Hausboot am Nil“, hineinzuschauen. Und ich war überrascht. In der aktuellen Debatte über radikalislamische Milizen, Selbstmordattentate und Todesstrafen für Andersdenkende, vergisst man schnell, dass es in der islamischen Welt auch liberale Menschen gibt. Mahfuz portraitiert in seinem Roman, offen über Politik, Religion und Beziehungen philosophierende, Haschisch rauchende und Alkohol trinkende intellektuelle Persönlichkeiten. Frauen, die entscheiden, ob und wann sie sich einem Mann hingeben. Und das Miteinander liberaler Muslime und Strenggläubiger. Auch wegen dieser Inhalte war Herr Mahfuz bei Letzteren nicht sehr beliebt und überlebte nur knapp einen gegen ihn gerichteten Messerangriff.

Bücher

Foto: Tom Murphy VII 

Wenn ich solche Dinge erfahre, wird mir immer wieder deutlich, wie gefährlich fanatische Anhänger einer Religion sind. Gefährlich nicht nur für das Leben anders Denkender, sondern auch für die Kultur und damit die gesamte Gesellschaft. Wie engstirnig ist es doch, starrköpfig auf die Verwirklichung der eigenen Ideale zu pochen, ohne an die wertvollen Dinge zu denken, die dabei rechts und links herunterfallen. Denn eine unilaterale Gesellschaft kann keine Kreativität, geschweige denn hochwertige Kunst und Literatur hervorbringen.

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Was für ein Wetterchen

2.2.2008 von maria

Beim Blick aus dem Fenster könnte man glauben, es sei Sommer… wie schön es wäre, jetzt träge in der Sommerhitze auf dem Sofa oder der Wiese zu liegen mit einem kühlen Hefeweizen und ein paar leckeren frischen Beeren.

katzefenster

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Sie oder ich?

31.1.2008 von maria

In meiner Gegend muss es eine junge Frau geben, die mir sehr ähnlich sieht. Denn häufig nicken mit wildfremde Menschen zu und grüßen mich oder lächeln mich freundlich an. In solchen Momenten rattert mein Gehirn beim Versuch diese Leute einzuordnen, aber meistens habe ich sie noch nie vorher gesehen. Hier ist es auch nicht wie in länglichen Gegenden oder beim Waldspaziergang üblich, jeden zu grüßen, der einem über den Weg läuft. Wenn so etwas vorkommt, bin ich immer unsicher, wie ich reagieren soll. Wenn ich sie nur verwundert anschaue, ist es für sie peinlich, weil sie merken, dass sie sich geirrt haben. Oder es fällt ein schlechtes Licht auf meine Doppelgängerin, weil sie es nicht bemerken und die fehlende Erwiderung für pure Unhöflichkeit halten. Deswegen grüße ich meistens zurück, frage mich aber im gleichen Augenblick, ob sie nicht von nahem doch ihren Irrtum bemerkt haben und sich wundern, dass ich den Gruß erwidere. Noch peinlicher ist es, wenn man bereits ein paar Worte gewechselt hat und der Andere erst dann merkt, dass man doch nicht derjenige ist, für den man gehalten wurde. Dann folgt meistens ein betretenes Schweigen und ein Gang auf die Toilette ohne Wiederkehr. Hach, komliziert ist die Welt.

mirror

Foto: p0psicle

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Juristische Lieblingswörter VII

28.1.2008 von maria

Heute: Pflichtverletzung

Dieser Begriff klingt dramatisch: „Hallo Notruf, schicken sie schnell einen Rettungswagen vorbei. Mein Mann hat eine schwere Pflichtverletzung erlitten!“ So schlimm ist es in der Realität zum Glück nicht. Schließt man einen Vertrag ab, ergeben sich daraus bestimmte Pflichten. Beim Kaufvertrag verpflichtet sich der Verkäufer zum Beispiel zur Übereignung und Übergabe der Kaufsache. Die Kaufsache muss in ordnungsgemäßem Zustand sein und der Laden des Verkäufers muss so gestaltet sein, dass der Käufer nicht durch herabstürzende Regale oder ähnliches in Gefahr gebracht wird. Erfüllt der Verkäufer eine dieser Pflichten nicht oder nicht ordnungsgemäß, liegt eine Pflichtverletzung vor, die Schadensersatz- und/ oder Nacherfüllungsansprüche nach sich ziehen kann. Wenn das neu gekaufte Handy bei der ersten Benutzung am Ohr des Käufers explodiert, dann ist auch mein Einleitungssatz gar nicht so fernliegend.

pflaster

Foto: danzo08

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Das erste Mal

28.1.2008 von maria

Heute gab es für den Kleinen zum ersten Mal Brei: leckere gekochte und pürierte Bio-Zucchini. Ich hätte das Zeug so nicht herunterbekommen. Er auch nicht – die zwei Löffel Brei, die es in den Mund geschafft hatten, waren unversehens wieder draußen. Seinem Gesicht nach zu urteilen wäre ihm ein Stück Torte oder ein ordentliches Steak lieber gewesen.

disgust

Foto: emospada 

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So muss man es machen

25.1.2008 von maria

Gerade beim ersten Kind ist es für viele Eltern nicht einfach herauszufinden, was man beim Umgang mit dem Kleinen alles beachten muss. Da lohnt sich ein Blick auf diese Website, die mit mit einfachen Bildern erklärt, wie es geht:

Do’s and dont’s

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Kalendersuche

24.1.2008 von maria

Für 2008 habe ich mir einen dieser schicken Moleskin Kalender gekauft. Weniger aus Marken- oder Designbewusstsein, sondern aus reiner Notwendigkeit. Ich hatte zwar schon seit Mitte Dezember in verschiedenen Schreibwarenläden nach schönen Taschenkalendern geschaut, aber zu einem Standardkalender mit Gummieinband und hässlicher, zweifarbiger Schrift konnte ich mich beim besten Willen nicht überreden. So kam es, dass ich am 30.12. immer noch ohne Terminplaner für das Jahr 2008 dastand und handeln musste. Da die kleinere süddeutsche Gemeinde (die im übrigen sehr stolz darauf ist, demnächst zur Stadt aufzusteigen), in der ich mich zu diesem Zeitpunkt befand, nicht mit entsprechenden Geschäften aufwarten konnte, ging es in die nächst größere Stadt und den dortigen Buchladen. Die Auswahl an Taschenkalendern war -wie zu diesem Zeitpunkt nicht anders zu erwarten- überschaubar. Ein Hermann Hesse Kalender, ein Finde-Deine-Seele-2008 Kalender, ein Gummikalender (s.o.) und der Moleskin. Was blieb mir da anderes übrig, als letzteren zu nehmen. Literatur ist ja schön, aber mehr als ein Autor sollte doch vertreten sein. Und ob ein Kalender zur Seelenfindung geeignet ist, scheint mehr als fraglich. Der Moleskin sieht super aus: schöne Schrift, schönes Papier, eleganter Einband. Was mir zum perfekten Glück noch fehlt, sind ein Kugelschreiberhalter und eine Wochenübersicht zu Beginn jeder Woche. Diese 1-Blatt-1-Tag Einteilung ist schlecht überschaubar, so dass es relativ kompliziert ist, gut zu planen. Bekomme ich nächstes Jahr ein Freiexemplar für dieses tolle Feedback?

Palm

Foto: bizior

Für moderne Menschen, die auf die Technik vertrauen, stellen sich derartige Probleme nicht. Sie benutzen einfach ihren elektronischen Kalender.

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Warum ich ungern Postkarten verschicke

22.1.2008 von oliver

Das Verschicken von Postkarten aus dem Urlaub erscheint mir immer ein notwendiges Übel. Es gehört zum guten Ton, seinen besten Freunden eine Postkarte zukommen zu lassen. Eine gute Freundin von mir versäumt es nur selten, mich auch beim kleinsten Ausflug ins Ausland mich an diese Pflicht zu erinnern. Dabei ist das doch unheimlich anstrengend:

Postkarten
Foto: jochen Lies den Rest dieses Eintrags »

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Kopf ab

19.1.2008 von maria

Herr Freud hätte sich wohl nicht träumen lassen, dass er sich fast 70 Jahre nach seinem Tod als Lolli mit Wassermelonengeschmack in den Mündern diverser Teenager wiederfindet. Was kann man daraus schlußfolgern, wenn jemand Lollis in Kopfform konsumiert? Einen Hang zum Kannibalismus? Oder spielt da eine ödipale Attraktion zum Zahnarzt, der ja schon zeitlebens mit seinem Kopf in unserem Mund herumstöbert, eine Rolle?

Sigmund Freund

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Referenzen

19.1.2008 von maria

Darf ein Webdesigner ungefragt seine Kunden als Referenzen nennen und die geschaffenen Werke auf seiner Website präsentieren? Diesen Fragen widmet sich der aktuelle Law-Podcast. Reinhören und staunen!

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Sex and the City

18.1.2008 von maria

Juhu, der Sex and the City Film rückt in greifbare Nähe. In Deutschland läuft er am 29.05.2008 an. Den ersten Trailer kann man sich schon anschauen. Mit der Serie verbinde ich viele gemütliche Abende mit Schokolade vor dem Laptop. Während mein Freund auf Tour weilte, gab ich mich mit meiner Sex and the City – Sucht hin. Es mussten mindestens zwei Folgen hintereinander sein. Mittlerweile kenne ich die Dialoge fast auswendig und weiß welche Stellen uninteressant sind und eine Betätigung des fast-forward-Knopfes erfordern. Es bleibt zu hoffen, dass der Film an das Niveau der Serie herankommt. Nur was soll noch passieren nach dem Allseits-Happy-End am Ende der letzten Staffel? Es sieht so aus, als würde Carrie ihre große Liebe Mr. Big heiraten. Ob das gutgeht?

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Bemützt

15.1.2008 von maria

Zum ersten Mal seit dem Ende der Bommel- und Schlauchmützenära, also ungefähr seit ich zwölf bin, habe ich mir eine Mütze zugelegt. Schick und modern, mit Visor und ohne Bommel. Jetzt kann ich endlich auch mal mit nicht frischgewaschenen Haaren das Haus verlassen und keiner sieht es.

Pudelmütze

Foto: Kaddaa 

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Rechtsstaat ohne Recht?

12.1.2008 von maria

Herr Schäuble folgt in seinen Ideen zur Terrorbekämpfung und Gewährleistung der inneren Sicherheit den Vorstellungen des Staatsrechtlers Otto Depenheuer. Dieser verlangt, Terroristen als Subjekte außerhalb der Rechtsordnung, ohne Anspruch auf elementare Menschenrechte zu behandeln. Er charakterisiert den momentanen Kampf der westlichen Zivilisation gegen den islamischen Terrorismus als dauerhaften Kriegszustand, in dem sich der Bürger den Interessen des Staates zu beugen und im Notfall, z.B. bei einer Flugzeugentführung durch Terroristen, für die Gemeinschaft aufzuopfern hat -respektive abschießen lässt. Depenheuer kritisiert die ablehnende Haltung des Bundesverfassungsgerichts gegenüber derartigen Ideen, die gerade wieder von dessen Präsidenten Hans-Jürgen Papier bekräftigt wurde. Papier erläuterte, dass die Nutzung eines Passagierflugzeuges als Waffe gerade keinen Angriff darstellt, der auf die Beseitigung des Gemeinwesens und der freiheitlichen Rechtsordnung gerichtet ist und der solch ein Bürgeropfer rechtfertigen würde. Nach Depenhauer geht es in dieser Zeit jedoch nicht mehr um Gerechtigkeit, sondern um den Kampf gegen den Feind.

Kann es sich Deutschland leisten, einen Bundesinnenminister in Amt und Würden zu haben, der sich in wilde Kriegsphantasien verrennt und sich an Staatsrechtlern orientiert, deren Idealvorstellung eines Staates offenbar wenig mit einem demokratischen Rechtsstaat zu tun hat?

Wer sich für das Thema interessiert, dem lege ich diesen Telepolis Artikel an das Herz, der sich genauer mit Otto Depenhauers Werk auseinandersetzt.

Die Waage der Justitia im Ungleichgewicht

Bild: darktaco

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Sprachliche Disclaimer

12.1.2008 von maria

Die Süddeutsche berichtet von einer Studie der Eastern Washington University, nach der es unklug ist, vor einer Darlegung vermeindlich abmildernde Disclaimer zu setzen. Wer zum Beispiel sagt: „Ich bin ja kein böser Mensch, aber Kleinkinder gehören abgeschafft, weil sie immer quengeln“, dessen Zuhörer gehen laut dieser Studie schon nach Vernehmung der einleitenden Worte davon aus, dass nun eine Aussage folgt, die ihn gerade als bösen Menschen kennzeichnet. Denn in den Köpfen der Zuhörer bleibt vordergründig die (abgestrittene) negative Eigenschaft hängen. Infolgedessen selektieren sie die nachfolgenden Ausführungen inhaltlich nach Aussagen, die dieser Eigenschaft entsprechen.

Das müsste eigentlich auch andersherum funktionieren, indem man vor eine Aussage positive Disclaimer setzt und sie so noch vorteilhafter erscheinen lässt.

Ich möchte ja nicht sagen, dass dieses Blog das Beste aller Zeiten ist, aber meiner Meinung nach ist es hervorragend gelungen.

Ansprache

Foto: lusi

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Populäre Rechtsirrtümer III

10.1.2008 von maria

Auch Finanztest beschäftigt sich mit dem Thema und erläutert an zehn praxisrelevanten Beispielen kurz und knackig, wie die Rechtslage wirklich ist.

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Zombiefilme

7.1.2008 von maria

Es gibt viele verschieden Möglichkeiten, an die Produktion eines Zombiefilms heranzugehen. Viele erzählen mehr oder weniger spannend und intelligent die Standardgeschichte: aus irgendeinem Grund (Virus o.ä.) sind aus einigen Menschen Zombies geworden. Sie breiten sich in ungeheurer Geschwindigkeit aus und attackieren jeden, der ihnen über den Weg läuft. Wen sie zu fassen bekommen, der wird auch zum Zombie. Es gibt jedoch einige, die es nicht erwischt hat und die im Rahmen ihrer Überlebensversuche eine Reihe Zombies vernichten und immer hoffen, noch weitere normale Menschen oder ein zombiefreies Eiland zu finden. Im Laufe des Films wird in der Regel mindestens ein Sympahtieträger von den Untoten erwischt und vernascht. So wie es zum Beispiel bei Dawn Of The Dead, 28 Days Later (und der leider nicht so guten Fortsetzung 28 Weeks Later) oder beim neuen Will Smith Film I Am Legend der Fall ist. Es gibt jedoch einige Regisseure, die mit krudem Humor und einem guten Sinn für Absurdität an die Sache herangehen. Darunter fällt natürlich der Klassiker Braindead, genauso wie Shaun Of The Dead, einer ziemlich lustigen Verballhornung der üblichen Zombie Filme. An Absurdität auch kaum zu übertreffen ist Robert Rodriguez Planet Terror. Der einzige beinahe grundlegend positive und romantische Sonntag-Nachmittag Zombie Film ist Fido, der mir wegen seiner gänzlich anderen Herangehensweise und des schönen 60er Jahre Ambientes besonders an das Herz gewachsen ist.

Zombie

Foto: andrewatla

Vor kurzem stand neben mir an der Straßenbahnhaltestelle ein ziemlich übel aussehender Mann, der ständig dieses Zombie-Röcheln von sich gab. Ich habe einen Moment lang überlegt, was ich tun würde, wenn er versucht mich anzuknabbern. Hat er aber nicht. So ein Glück.

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Übernatürliche Kräfte?

5.1.2008 von maria

Wer übernatürliche Kräfte hat und dies auch beweisen kann, dem bleibt nur noch wenig Zeit, um Dollar-Millionär zu werden. Seit 1998 bietet die James Randi Foundation demjenigen, der reproduzierbar und nachweisbar seine übernatürlichen Fähigkeiten darbieten kann, eine Million Dollar Preisgeld. Bis jetzt hat sich aber noch niemand gefunden, dem dies gelungen ist. Am 6. März 2010 läuft die Ausschreibung aus. Dann wird das Geld anderweitig verwendet. Also ran, ihr Hellseher, Zauberer und Menschen, die mit den Toten reden können.

James Randi verbringt wohl die meiste Zeit seines Lebens damit, die Wahrheit, die hinter solchen vermeindlich übernatürlichen Dingen steckt, herauszufinden. Dabei hat er schon einige sich erfolgreich in diesem Bereich vermarktende Personen bloßgestellt, wie man hier sehen kann.

Hexe

Foto: sqursozlu

Nachtrag: Auch Stefan Niggermeier setzt sich mit Uri Geller und der neuen Deutschland-sucht-den-Super-Übersinnlichen Show von Pro Sieben auseinander.

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Wilde streiks

3.1.2008 von maria

In den letzten Monaten war in der Presse häufig die Rede von wilden Streiks, z.B. bei den Taxifahrern in Rom. Sie heißen nicht deshalb wild, weil es dort wild und zügellos vor sich geht, sondern weil sie ohne Einbindung der Gewerkschaften unmittelbar von den Arbeitnehmern durchgeführt werden. Derartige Streiks sind in Deutschland aber rechtswidrig. Denn kollektive Arbeitsniederlegungen sind nur zulässig, wenn sie von einer tariffähigen Vereinigung durchgeführt werden, ein durch Tarifvertrag regelbares Ziel verfolgen, nicht gegen die Friedenspflicht verstoßen (d.h. es gibt keine gültige tarifvertragliche Regelung mehr), alle Schlichtungs- und Verhandlungsmöglichkeiten ausgeschöpft wurden und sie die andere Tarifpartei nicht unangemessen schädigen. Die Gewerkschaft kann einen wilden Streik aber legalisieren, indem sie ihn durch Erklärung gegenüber dem Wahlkampfgegner übernimmt.

Streik-Legitimation

Bild: Streik Legitimation

Quellen: 1, 2

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Ferkelei

2.1.2008 von maria

Mein weihnachtlicher Aufenthalt in Süddeutschland war gekrönt von einem Besuch in einem Bauernhof mit Schweinezuchtbetrieb. Da strengste Hygienevorschriften herrschen, wurden wir erst einmal in Overalls gesteckt und mussten über unsere Schuhe grüne Plastiktütenstiefel ziehen. Optisch waren wir also bestens gerüstet für die nächste Mondmission.

Overall Lies den Rest dieses Eintrags »

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Neues Jahr

2.1.2008 von maria

neues Urheberrecht: seit gestern ist gem. § 53 I 1 UrhG auch allein der Download von Dateien aus offensichtlich rechtswidrig hergestellten oder zugänglich gemachten Quellen rechtswidrig.

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